Zusammensetzung

Anwendungsgebiete

Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Dosierung und Art der Anwendung

Eigenschaften

Darreichungsform und Packungsgrößen

Klinische Studien

 

ANGOCIN® Anti-Infekt N



Zusammensetzung
1 Filmtablette enthält: Kapuzinerkressenkraut 200 mg, Meerrettichwurzel 80 mg.







Anwendungsgebiete


Infektionen der Harnwege; Sinusitis; Tonsillitis; katarrhalische Erkrankungen der Atemwege; grippale Infekte.

Gegenanzeigen


Bei akuten Magen- und Darmgeschwüren sowie akuten Nierenentzündungen sollte ANGOCIN® Anti-Infekt N nicht eingenommen werden. Für Kinder unter 4 Jahren ist die Anwendung des Arzneimittels nicht vorgesehen.


Anwendung in Schwangerschaft und
Stillzeit:

Experimentelle Untersuchungen sowie die langjährige therapeutische Anwendung am Menschen gaben bisher keinen Hinweis auf embryotoxische oder teratogene Effekte von ANGOCIN® Anti-Infekt N. Es ist nicht bekannt, ob Inhaltsstoffe der pflanzlichen Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen.

 

Nebenwirkungen


Bei besonders empfindlichen Personen können gelegentlich Magen- und Darmbeschwerden auftreten. In diesem Fall ist die Dosis herabzusetzen.

Dosierung und Art der Anwendung


Je nach Schweregrad des Infekts 3‑5mal täglich 4‑5 Filmtabletten. Kinder von 4‑8 Jahren 3‑5mal täglich 2‑3 Filmtabletten.

Zur Infektprophylaxe bzw. Rezidivprophylaxe 1-2mal täglich 2 Filmtabletten.

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten eingenommen.

Bei akuten Infekten wird für Erwachsene und Kinder über 8 Jahren eine mehrtägige Stoßtherapie mit einem anschließenden „Ausschleichen“ der Medikation empfohlen.

Hierzu werden alle drei Stunden 4-5 Filmtabletten eingenommen. Diese Dosis wird über 3 bis 5 Tage beibehalten. Bessert sich nach dieser hohen Initialdosis das Befinden, kann die Dosis auf 3mal 4 Filmtabletten täglich reduziert werden. Diese Dosis sollte ca. 1 Woche lang beibehalten werden und danach (bei weiterer Stabilisierung des Gesundheitszustandes) auf 3mal 2 Filmtabletten täglich verringert werden (erneut 1 Woche lang). In der Regel ist danach der Organismus ausreichend gegen einen möglichen Rückfall stabilisiert, so dass die akute Therapie beendet werden kann. Bei Infektanfälligkeit wird danach eine prophylaktische Anwendung von ANGOCIN® Anti-Infekt N empfohlen.

ANGOCIN® Anti-Infekt N kann und sollte während einer Antibiotikabehandlung weiterhin eingenommen werden, da das Arzneimittel aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften und seiner positiven Wirkung auf das Immunsystem die Behandlung unterstützt.

Prophylaxe mit ANGOCIN® Anti-Infekt N:
Zur Prophylaxe bzw. Rezidivprophylaxe (z.B. bei häufigen Harnwegsinfekten) 2mal täglich 2 Filmtabletten.

Zur "Wintervorbereitung" des Immunsystems bzw. zur Grippeprophylaxe täglich 2 Filmtabletten zum Frühstück. Die Einnahme von ANGOCIN® Anti-Infekt N wird im Herbst begonnen und bis zum Ende des Winters fortgesetzt. 

Eigenschaften


Kapuzinerkresse und Meerrettich haben sich in der Behandlung von Infektionen der Harnwege und des Respirationstrakts außerordentlich gut bewährt. Die Wirksamkeit dieser Pflanzen beruht vermutlich auf einer Addition verschiedener Wirkmechanismen:

 

  1. einer direkten antibakteriellen, antiviralen und fungistatischen Wirkung aufgrund der in beiden Pflanzen enthaltenen Senföle. Diese wirken besonders an den Orten ihrer Ausscheidung, den ableitenden Harnwegen und den Atemwegen. Bei den Senfölen wurde bislang weder eine Resistenzbildung noch eine Schädigung der körpereigenen Darmflora beobachtet (die Senföle werden bereits im Dünndarm vollständig resorbiert).
  2. einer Inaktivierung bzw. Synthesehemmung bakterieller Toxine
  3. einer Beeinflussung der Regulationsmechanismen des menschlichen Organismus durch unspezifische Reizwirkung auf das mesenchymale Grundsystem im Sinne einer "vegetativen Gesamtumschaltung".

Darreichungsform und Packungsgrößen


50 (N1), 100 (N2), 200 (N3) und 500 Filmtabletten

Klinische Studien


[1]  Hoffmann F. Senföle.
Chem Unserer Zeit 1978;12:182-188.

[2]  Metz G. Phytamine – Pflanzliche Nahrung zur Prävention.
Govi Verlag, Eschborn 2001.

[3]  Goos, K-H, et al. Wirksamkeit und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitis, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung im Vergleich zu anderen Therapien unter den Bedingungen der täglichen Praxis.
Arzneim-Forsch/Drug Res 2006;56(3):249-257.

[4]  Conrad A, et al. In-vitro-Untersuchungen zur antibakteriellen Wirksamkeit einer Kombination aus Kapuzinerkressenkraut (Tropaeoli majoris herba) und Meerrettichwurzel (Armoraciae rusticanae radix).
Arzneim-Forsch/Drug Res 2006;56(12):842-849.

[5]  Goos, K-H, et al. Aktuelle Untersuchungen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit eines pflanzlichen Arzneimittels mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettich bei akuter Sinusitis, akuter Bronchitis und akuter Blasenentzündung bei Kindern im Vergleich zu anderen Antibiotika.
Arzneim-Forsch/Drug Res 2007;57(4):238-246.

[6]  Albrecht U, et al. A randomised, double-blind, placebo-controlled trial of a herbal medicinal product containing Tropaeoli majoris herba (Nasturtium) and Armoraciae rusticanae radix (Horseradish) for the prophylactic treatment of patients with chronically recurrent lower urinary tract infections.
Curr Med Res Opin 2007;23(10):2415-2422.

[7]  Frank U. Weitergehende Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Angocin® Anti-Infekt N und der darin enthaltenen Senföle.
Studienbericht, Februar 2008.


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