REPHALYSIN® C - Allgemeines zu Probiotika
Das Lehrbuch „Mikroökologie des Darms“ von Beckmann und Rüffer (Schlütersche GmbH & Co. KG, Hannover 2000) definiert „Probiotika“ wie folgt (a.a.O., S. 405):
„Bezeichnung für Lebens- Nahrungsergänzungs- und Arzneimittel, die meist lebende Mikroorganismen enthalten und die intestinale Mikroökologie günstig beeinflussen (sollen), z.B. probiotische Yoghurts. Probiotika wirken sicherlich primär als Immunmodulatoren“.
An anderer Stelle (a.a.O., S. 336) führen die Autoren ergänzend aus:
„Der wirkungsvolle Mechanismus der Immunmodulation über eine Antigenaufnahme durch die M-Zellen im Bereich des distalen Jejunums (unterster Abschnitt des Dünndarms) sowie dem Ileozökalbereich (Übergang des Dünndarms in den Dickdarm) und das daraus resultierende Anschieben einer immunologischen Gedächtnisreaktion .... ist unabhängig von der Lebensfähigkeit der Keime. Die M-Zellen filtern nämlich aktiv und laufend ca. 1 % der aufgenommenen Antigene (z.B. Nahrungsmittel-Antigene) aus dem Chymus (Speisebrei) heraus. Entscheidend sind gewisse mikrobielle Zellstrukturen, die entsprechende Abwehrvorgänge anregen können. Diese sind auch in Präparationen mit inaktivierten Mikroorganismen, Bestandteilen oder sogar Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen enthalten. Aus diesem Grund ist die häufige Diskussion um die Frage, ob man lebende oder tote Mikroorganismen rezeptieren sollte, wenig fruchtbar.“
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